In den letzten Monaten häufen sich die Nachrichten über einen neuen Bewohner in unserer Region: die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax). Was vor einigen Jahren noch als fernes Phänomen aus Südfrankreich galt, ist mittlerweile in Schleswig-Holstein angekommen. Besonders im Kreis Stormarn wurden bereits mehrere Nester entdeckt, und viele unserer Kunden fragen sich: Kommt die Hornisse bald auch nach Plön?
In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte über den invasiven Neuling, wie Sie ihn erkennen und warum Ihre Mithilfe jetzt so wichtig ist.
Die aktuelle Lage in Stormarn und Umgebung
Die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in Schleswig-Holstein hat im Jahr 2025 deutlich an Fahrt aufgenommen. Während das erste Nest im Juni 2025 in Wahlstedt (Kreis Segeberg) entdeckt wurde, folgten schnell weitere Funde. Besonders betroffen ist der Kreis Stormarn. In Trittau und dem Amt Siek wurde die Bevölkerung bereits offiziell dazu aufgerufen, Sichtungen zu melden. In Travenbrück, nahe dem Kloster Nütschau, wurde ein Nest in einer schwer zugänglichen Lage entdeckt, was die Herausforderungen bei der Bekämpfung verdeutlicht.
| Ort | Status (Stand Anfang 2026) | Maßnahme |
|---|---|---|
| Wahlstedt | Erstfund in SH (Juni 2025) | Nest erfolgreich entfernt |
| Trittau | Aktuelle Sichtungen | Aufruf zur Meldung durch die Gemeinde |
| Travenbrück | Nest bestätigt | Beobachtung (schwer zugänglich) |
| Lägerdorf | Nest im August 2025 | Entfernung per Hebebühne |
Kommt die Hornisse bald nach Plön?
Bisher gibt es für den Kreis Plön noch keine offiziell bestätigten Nestfunde. Doch Experten sind sich einig: Es ist keine Frage des „Ob“, sondern des „Wann“. Die Asiatische Hornisse breitet sich entlang von Flussläufen und Verkehrswegen sehr effizient aus. Da sie in den südlich angrenzenden Kreisen Stormarn und Segeberg bereits etabliert ist, ist ein Vordringen in den Kreis Plön im Laufe des Jahres 2026 sehr wahrscheinlich.
Wichtig für Sie: Seien Sie wachsam, aber unbesorgt. Die Asiatische Hornisse ist für den Menschen nicht gefährlicher als unsere heimische Hornisse. Sie stellt jedoch eine Bedrohung für unsere Honigbienen und die biologische Vielfalt dar.
So erkennen Sie den Unterschied
Damit es nicht zu Verwechslungen mit unserer geschützten heimischen Hornisse kommt, hilft ein Blick auf die Details. Die Asiatische Hornisse ist insgesamt dunkler und etwas kleiner.
| Merkmal | Asiatische Hornisse (V. velutina) | Europäische Hornisse (V. crabro) |
|---|---|---|
| Körperfarbe | Fast vollständig schwarz | Rot-braun und gelb gestreift |
| Hinterleib | Nur ein gelbes Segment am Ende | Typisches gelb-schwarzes Wespenmuster |
| Beine | Gelbe Spitzen („Gelbfußhornisse“) | Durchgehend rötlich-braun |
| Nestbau | Oft sehr hoch in Baumkronen | Meist in dunklen Höhlen (Baumhöhlen, Kästen) |
Was tun, wenn Sie eine Sichtung vermuten?
Sollten Sie in Ihrem Garten oder beim Spaziergang ein verdächtiges Insekt oder ein Nest entdecken, bewahren Sie Ruhe. Die Tiere sind friedfertig, solange man ihrem Nest nicht zu nahe kommt.
- Keine Eigenmaßnahmen: Versuchen Sie niemals, ein Nest selbst zu entfernen oder Tiere zu töten. Unsere heimische Hornisse steht unter besonderem Schutz!
- Foto machen: Ein scharfes Foto ist die beste Grundlage für Experten, um die Art zu bestimmen.
- Flugrichtung beobachten: Wenn möglich, notieren Sie, in welche Richtung die Hornisse fliegt – das hilft beim Finden des Nestes.
- Melden: Nutzen Sie das offizielle Meldeportal des Landes Schleswig-Holstein oder schreiben Sie eine E-Mail an
invasive.arten@lfu.landsh.de.
Wir halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Bleiben Sie aufmerksam und genießen Sie dennoch die Zeit in der Natur!


