Viele von euch haben in den letzten Tagen gelesen oder gehört: „Die EU verbietet den Begriff ›bienenfreundlich‹.“
Ganz so einfach ist es zwar nicht – aber die Realität ist trotzdem ärgerlich.
Wer künftig mit Begriffen wie „bienenfreundlich“ wirbt, soll diese Aussage umfassend belegen können. Was für große Konzerne vielleicht nur ein weiterer Ordner voller Gutachten ist, bedeutet für viele kleine Imkereien vor allem eines: mehr Bürokratie.
Wir Imker kümmern uns jeden Tag um unsere Bienenvölker, schaffen Lebensräume, pflanzen Blühflächen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung. Statt diese Arbeit zu unterstützen, werden die Anforderungen an kleine Betriebe immer umfangreicher.
Ich wünsche mir, dass die Politik stärker zwischen ehrlichen regionalen Erzeugern und großen Marketingkampagnen unterscheidet. Wer seit Jahren mit Herzblut Bienen hält, sollte nicht unter Generalverdacht stehen, Greenwashing zu betreiben.
Unsere Bienen brauchen weniger Bürokratie und mehr Blühflächen. Unsere Imker brauchen mehr Unterstützung und weniger Formulare.
🐝 Kauft regionalen Honig. Unterstützt eure Imker vor Ort. Denn sie sorgen nicht nur für Honig, sondern auch für die Bestäubung unserer Obstbäume, Gärten und Felder.
Wie seht ihr das? Ist das der richtige Weg – oder schießt die Bürokratie inzwischen über das Ziel hinaus?

