Asiatische Hornisse in Schleswig-Holstein 2026: Wie groß ist die Gefahr?

Die Asiatische Hornisse ist in Deutschland angekommen. Was lange als Problem einzelner Regionen galt, betrifft inzwischen auch den Norden. Für 2026 stellt sich daher konkret die Frage: Wie ist die Lage in Schleswig-Holstein?

Hier ist der aktuelle Stand, sachlich eingeordnet.

Was ist die Asiatische Hornisse?

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist eine invasive Art aus Südostasien. Sie wurde Anfang der 2000er Jahre nach Europa eingeschleppt und breitet sich seitdem weiter aus.

Sie jagt unter anderem Honigbienen, indem sie vor dem Bienenstock schwebt und einzelne Sammlerinnen im Flug erbeutet. Für Bienenvölker bedeutet das zusätzlichen Stress, besonders in Trachtlücken oder bei schwächeren Völkern.

Wichtig: Sie ist nicht mit der Asiatischen Riesenhornisse zu verwechseln. In Deutschland betrifft die Diskussion ausschließlich Vespa velutina.

Erste Sichtungen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gab es in den vergangenen Jahren zunächst einzelne Nachweise. 2025 wurden erstmals bestätigte Nester im Land gefunden.

Die Fundorte lagen unter anderem im Kreis Segeberg sowie in weiteren Teilen des Landes. Die Nester wurden durch zuständige Stellen lokalisiert und entfernt.

Damit ist klar: Die Art ist im Land angekommen. Allerdings handelt es sich aktuell noch nicht um eine flächendeckend etablierte Population wie in stark betroffenen Regionen Südwestdeutschlands.

Lage 2026: Noch keine Massenverbreitung, aber erhöhte Aufmerksamkeit

Für 2026 gilt:

  • Es gibt bestätigte Nachweise einzelner Nester
  • Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin
  • Neue Sichtmeldungen werden geprüft und dokumentiert
  • Ziel ist es, eine mögliche Ausbreitung frühzeitig zu erkennen

Schleswig-Holstein befindet sich damit in einer Phase der Überwachung, nicht in einer Phase der flächendeckenden Verbreitung.

Wie groß ist die Gefahr für Imker?

Für Imker ist die Asiatische Hornisse relevant, weil sie Honigbienen als Nahrungsquelle nutzt.

Mögliche Auswirkungen:

  • Stress für Sammelbienen
  • Verringerte Flugaktivität am Flugloch
  • Schwächung einzelner Völker bei starkem Beflug
  • Zusätzlicher Druck in ohnehin schwierigen Jahren

In Regionen mit hoher Nestdichte kann es zu deutlichen Problemen kommen. Entscheidend ist jedoch immer die lokale Häufigkeit. Einzelne Nester bedeuten noch keine flächendeckende Bedrohung.

Gefahr für Menschen

Für Menschen ist die Asiatische Hornisse in der Regel nicht gefährlicher als heimische Wespenarten. Probleme entstehen hauptsächlich, wenn man sich einem Nest nähert.

Solange Nester nicht gestört werden, gilt die Art als überwiegend defensiv.

Was sollte man tun?

Wichtig ist:

  • Sichtungen mit Foto dokumentieren
  • Meldung an die zuständigen Stellen im Land
  • Keine eigenständige Bekämpfung
  • Keine Verwechslung mit der heimischen Europäischen Hornisse

Frühe Meldungen helfen dabei, Nester schneller zu finden und zu entfernen.

Fazit

2026 ist die Asiatische Hornisse in Schleswig-Holstein kein rein theoretisches Thema mehr. Es gibt bestätigte Nachweise und einzelne Nester.

Aktuell handelt es sich jedoch nicht um eine flächendeckende Etablierung im gesamten Bundesland. Die Entwicklung wird aufmerksam beobachtet.

Für Imker bedeutet das: informiert bleiben, aufmerksam sein und Verdachtsfälle melden. Für Panik besteht derzeit kein Anlass – für Aufmerksamkeit schon.

Quellen:

Land Schleswig-Holstein – Informationen zu invasiven Arten und Asiatischer Hornisse
https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/I/invasive_arten/Aktuelles/InvasiveArtenAsiatischeHornisse

Landesamt für Umwelt Schleswig-Holstein – Pressemitteilungen
https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/LFU/presse/pressemitteilungen

Wikipedia – Asiatische Hornisse (Vespa velutina)
https://de.wikipedia.org/wiki/Asiatische_Hornisse

Wikipedia – Asiatische Riesenhornisse (Abgrenzung)
https://de.wikipedia.org/wiki/Asiatische_Riesenhornisse

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